DEESKALIEREN- 7 Strategien für dich

DEESKALIEREN- 7 Strategien für dich

Seien wir mal ehrlich. Jeder von uns hat in den vergangenen zwanzig Monaten schon mal ein Streitgespräch über das leidige C-Thema geführt – auch ich. Diese Gespräche sind aufreibend, berührend und bewegend, besonders wenn wir sie mit unseren Liebsten führen. Da die Stimmung so aufgeheizt ist, hat mich überlegen lassen, was ich als Profi so über Deeskalation weiß. Dieses Wissen portioniere und teile ich heute mit dir. In der Hoffnung wieder ein Stück mehr Menschlichkeit in die Beziehungen zu tragen, die davon belastet sind.

ONLY BAD NEWS ARE GOOD NEWS

Wir Menschen sind täglich mit unzähligen Reizen konfrontiert. Viel mehr als wir verarbeiten können. Daher filtern gesunde Menschen automatisch – und wir können uns ganz bewusst manchen Themen entziehen oder uns davor schützen. Ich beobachte allerdings erstaunt, wie nachhaltig Menschen über die Medien seit vorletztem Frühling Bilder in den Kopf gezimmert bekommen, die sie oft wenig reflektiert übernehmen. Dass Radio, TV, Zeitung und Co immer schon Dinge pointiert, überspitzt und etwas dramatisch darstellen, weil only bad news good news sind, ist ein alter Hut. Doch klar ist: wir alle stehen unter diesem Einfluss. Und je nach Vorgeschichte und persönlichem Zugang gehen wir damit um.
Und lassen uns oft entzweien und gegeneinander aufwiegeln.

IM SCHATTEN DER ANGST

Konflikte sind zwar grundsätzlich nichts Schlechtes und lediglich Ausdruck dafür, dass zwei Personen (oder eigene innere Anteile) zum Zeitpunkt unterschiedliche Bedürfnisse haben. Das Problem dabei ist, dass viele von uns sehr schlechte Lösungsstrategien haben, und: dass Konflikte immer angstbesetzt sind. Sie bringen unsere Schattenseiten hervor. 

Es wär gut, diesen Ängsten ins Gesicht zu schauen und anzuerkennen: Ja, ich hab Angst.

  • Angst, keine glückliche Zukunft zu haben.
  • Angst, meine Freiheit zu verlieren.
  • Angst, meinen Beruf nicht ausüben zu können.
  • Angst, krank zu werden und zu leiden.
  • Angst, jemanden dadurch zu verlieren.
  • Angst, die Kontrolle zu verlieren.
  • Angst, meine Selbstbestimmung einzubüßen.
  • Angst, wertvolle Beziehungen zu beschädigen.

Angst ist bekanntlich (meist) ein schlechter Ratgeber, wenn es um Beziehungsgestaltung geht. Besonders, wenn Gemüter erhitzt und Temperamente hochgekocht sind. Damit es wieder gelingen kann, in Beziehung zu gehen und diese zu stärken, hab ich 7 Strategien zur Deeskalation für dich gesammelt.

1) PEACE NOW

Wenn wir uns das mal eingestehen und anerkennen, wäre der erste Schritt getan. Das braucht insofern Mut, als dass wir uns verletzlich zeigen. Es braucht einen verlässlichen Rahmen und die Gewissheit, dass mein Gegenüber diese Verletzlichkeit nicht ausnützt. In bodenständigen und herzlichen Beziehungen sollte das als Fundament vorhanden sein. Dann dürfen sich alle Parteien die Frage stellen: „Wofür lohnt es sich, den Kriegspfad zu verlassen und den Friedenspfad zu betreten?“ Vielleicht ist das …

  • Ich möchte unsere Freundschaft erhalten.
  • Ich möchte friedliche Begegnungen in der Familie haben.
  • Ich möchte mit dir das Leben genießen.

Wichtig ist: beide Konfliktparteien brauchen Gründe, den Streit beilegen zu wollen. Eine:r allein ist zu wenig. Doch wenn beide wollen, dann sagt: „Peace now.“ Und steigt aus aus der Streitsituation bewusst aus.

2) KLISCHEES ABBAUEN

Um es mal kurz zu fassen: NEIN, nicht alle Menschen, die sich impfen lassen sind hörige Schafe der Bundesregierung und nicht alle, die sich nicht impfen lassen wollen sind aluhuttragende Esoteriker:innen, die meinen von Bill Gates gechipt zu werden. Einfach nein. Es gibt wahrscheinlich soviele Gründe wie Menschen, das eine oder das andere zu tun oder eben nicht. Deeskalation braucht diese Sichtweise.
Interessiere dich für dein Gegenüber. Warum entscheidet er oder sie sich so und nicht anders? Nur im persönlichen Gespräch kommen wir weg davon, was uns Medien tagtäglich vermitteln: die einen gegen die anderen.

3) EGO RUNTER

Dazu braucht es auch, dass wir alle unser Ego ein bisschen runter schrauben. Woran du erkennst, dass das noch zu groß ist? Wenn du immer noch versuchst, Menschen (ausdrücklich) von deiner Meinung zu überzeugen. Ja, ich weiß – das ist ein autsch

Wenn wir uns auf Augenhöhe begegnen wollen und wieder in Beziehung gehen möchten, dann ist es dringend notwendig, das besserwisserische, überhebliche und penetrante Ich auf stumm zu schalten. Es braucht an der Stelle noch lang kein Verständnis. Zuhören, hinschauen und sich aufrichtig interessieren wäre ausreichend für den Anfang. (Das ist für manche eh schwer genug.) Und ansonsten: vereinbaren, Themen auszuklammern, um den Frieden zu sichern.

4) JA-HALTUNG

Nachdem wir nicht davon ausgehen dürfen, dass unser Gegenüber auch geniale Blogbeiträge (ups, das Ego) über Deeskalation gelesen hat und sich sofort kooperativ verhält, ist das Herstellen einer JA-Haltung hilfreich. (Klappt übrigens auch super im Umgang mit Kindern!)

Das schaffst du, indem du deinem Gegenüber mindestens drei Aussagen servierst, die er oder sie tatsächlich oder im Stillen (wenn grad jemand bockig ist 😉 mit „Ja!“ beantworten kann. Versuch dabei, das Gefühl der Person zu erfassen.

Ärgerst du dich gerade, weil wir uns schon wieder streiten?“
„Bist du wütend, weil du das Gefühl hast, ich versteh dich nicht?“
„Du bist traurig, dass wir darüber nicht gut reden können?“

Erst, wenn die andere Person dreimal (innerlich) mit JA antworten konnte, ist eventuell die Bereitschaft vorhanden, weiter zu sprechen und die eigenen Gefühle auszudrücken, wenn das für dich auch wichtig ist.
„Darf ich dir sagen, wie es mir dabei geht?“ Nach drei inneren Jas kann ein weiteres leichter „folgen“!
Eine ruhige und respektvolle Stimmlage ist hier enorm wichtig. Der Ton macht die Musik! 

5) SLOW -TALK

Damit ist ein konstruktiver Dialog gemeint. Es gilt zu erkunden:  Was brauchst du? Was brauche ich?

Sich dabei an universellen Bedürfnissen zu orientieren ist empfehlenswert. Sonst tappt man schnell wieder in kommunikative Fallen, wird angriffig oder gegenseitige Vorwürfe bestimmen das Gespräch. Bei sich bleiben. In Ruhe von dem eigenen Innenleben erzählen. Der anderen Person aufmerksam zuhören. Sich ausreden lassen. Und dazwischen:

6) ATMEN

Atem ist Leben und die einzige überlebensnotwendige Körperfunktion, die wir auch bewusst steuern können. Wenn wir länger ausatmen als einatmen, beruhigt sich unser Nervensystem. Der Herzschlag geht runter. Wir können Altes, Verbrauchtes loslassen. Je stressiger und aufreibender der Alltag, desto flacher wird unsere Atmung und desto schlechter sind wir versorgt.
Atmen ist eins der einfachsten und effektivsten Tools bei Stress, Streit oder Angst und wir sollten ihn ganz gewiss besser nützen, wenn wir dabei sind zu deeskalieren.

7) VW- METHODE

Hat nichts mit dem deutschen Autokonzern zu tun. Man kann sich aber gedanklich bei jedem Emblem daran erinnern.
Statt Vorwürfen: Wünsche.“ Wir sprechen in der Alltagskommunikation und auch bei Streitthemen oft in Vorwürfen. Und die hört bekanntlich keiner gern, also schwächen sie die Beziehung. Klüger wäre, in Wünschen zu sprechen. Was den Alltag angeht:

  • Statt: „Immer lässt du deine Socken liegen!“ Lieber: „Bitte wirf deine Socken in die Wäschetonne!“
  • Statt: „Du bist schon wieder zu spät daheim!“ Lieber: „Kannst du morgen bitte um 5 da sein?“
  • Statt: „Hier schaut’s aus wie in einem Saustall!“ Lieber: „Können wir hier gemeinsam aufräumen?“

Und was Corona betrifft:

  • Statt: „Du begreifst es einfach nicht, warum glaubst du nicht den Wissenschaftern?“
    Lieber: „Ich würd mir wünschen, dass du der Wissenschaft vertraust.“
  • Statt: „Du bist so unsolidarisch, denk doch mal an die Gesellschaft!“
    Lieber: „Ich wünsch mir, dass wir als Volk mehr zusammen halten.“
  • Statt: „Du bist echt ein Schaft, glaubst alles, was dir der ORF erzählt!“
    Lieber: „Ich würd mir wünschen, dass du kritischer Medien konsumierst!“

DEESKALIEREN OHNE LÖSUNG IN SICHT

Ich hab vorhin gesagt, es braucht zwei, um den Friedenspfad zu betreten. Das stimmt. Das Gute ist: es braucht auch zwei zum Eskalieren. Niemand kann eskalieren, wenn das Gegenüber nicht mit-eskaliert. Das bedeutet noch nicht, dass für den Streit Lösungen parat stehen. Doch Eskalation kann man vermeiden, in dem man einfach aussteigt aus der Spirale. 

Ich wünsche dir und mir, dass es uns möglichst oft gelingt, eine oder mehrere dieser Strategien anzuwenden.
Damit Beziehungen, die in den letzten Monaten womöglich ein paar Schrammen abbekommen haben, heilen können.
Weil wir genügend Gründe finden, dran zu bleiben.
Wohlwollend miteinander umzugehen.
Und den Friedenspfad gemeinsam beschreiten möchten.


Als jemand, der sich sehr gut in die Köpfe und Gefühle anderer hineindenken kann, versuche ich so oft ich kann, die „Gegenseite“ zu verstehen. Ganz ehrlich: DAS gelingt nicht immer. Was mir aber gelingt, ist das Wahrnehmen von Gefühlen und Bedürfnissen, die Menschen mit anderen Meinungen haben. Ich erkenne diese Fähigkeit immer als einen Punkt, der es mir ermöglicht, sanfter in der Debatte zu werden.

Wenn du das auch trainieren möchtest, tauche mit mir ein in die Welt der Gefühle und Bedürfnisse:

Der gemeinsame Nenner

Der gemeinsame Nenner

Haltungen, Meinungen und Werte haben uns Menschen immer schon voneinander unterschieden. Es ist also nix Neues. Was aber neu ist, ist die Tatsache, dass sich so viele Menschen gleichzeitig bei einem Thema entzweien, wie derzeit beim großen C. Wenn man früher noch die Chance hatte, gewisse Themen geschickt zu „umschiffen“ ist es heute kaum noch möglich, das Thema auszusparen, weil es so allgegenwärtig ist.
Höchste Zeit also, ein wenig hinter die Kulissen zu blicken und sich auf die Suche nach einem gemeinsamen Nenner zu machen, der wieder kitten kann, was so an Gräben aufgerissen wurde und immer noch wird.

LEADERSHIP IN FAMILIEN

Jeder Mensch wird in eine Familie hinein geboren und lernt dort sein erstes Wertekonstrukt kennen. Wir erfahren, worauf in der Familie wert gelegt wird, welche Gepflogenheiten, Rituale und Traditionen es gibt und all diese Dinge werden maßgeblich von den Erwachsenen in der Familie geprägt. Das ist auch gut so, denn Kinder im Aufwachsen zu begleiten erfordert ein ständiges Handeln und Entscheiden nach diesen Wertvorstellungen und da macht es Sinn, diese individuell und wohl überlegt abzustecken. Nur so können Mütter und Väter authentische Führungspersönlichkeiten sein und Leadership in Familien zeigen.

GEGENSÄTZLICHKEITEN ÜBERBRÜCKEN

Dass Dinge in anderen Familien ganz anders laufen, merkt man oft schon früh. Wenn man Freundinnen zuhause besucht, bei anderen Familien zu Gast ist oder spätestens, wenn man die eigene Schwiegerfamilie kennen lernt. Die Beziehungsarbeit, die dann notwendig ist, um solche Unterschiede oder Gegensätzlichkeiten zu überbrücken, ist entscheidend für das Gelingen des Zusammenlebens. Die Liebe zueinander hilft da natürlich ungemein – sowohl in freundschaftlichen als auch in partnerschaftlichen Beziehungen. Drum ist es auch grad im Großen Ganzen so schwierig, weil die Zuneigung und Verbundenheit fehlt.

IM NENNER BEDÜRFNISSE

Was aber tun, wenn plötzlich auch im „Kleinen“ Sand im Getriebe ist und selbst in familiären Beziehungen Differenzen ausgebügelt werden sollen? Geschweige denn im großen gesellschaftlichen Ganzen? Mir hilft es, wenn ich mich darauf besinne, dass wir alle grundsätzlich dasselbe wollen und brauchen. Auch auf die Gefahr hin, dass du mich für völlig verrückt erklärst: JA, das meine ich wirklich so. Vielleicht benötigen wir nicht alle alles im selben Ausmaß und ganz sicher nicht immer zum gleichen Zeitpunkt, aber ja: das ist unser gemeinsamer Nenner.
Wir haben alle (die gleichen) Bedürfnisse.

WIR WOLLEN DOCH ALLE DAS SELBE

In der friedvollen Kommunikation ist das Ausdrücken von Gefühlen und Bedürfnissen ja die Basis von allem und somit nicht nur wichtig sondern auch hilfreich, wenn wir einander verstehen oder zumindest erkennen wollen. Im Groben lässt sich sagen, dass jeder Mensch einerseits verbunden sein will, also zu einer Gemeinschaft dazugehören mag und auch selbstbestimmt sein möchte. Dazu kommt das Bedürfnis, sich entspannen zu können und gleichzeitig sicher zu sein, bzw. sich sicher zu fühlen. Natürlich kann man das jetzt noch viel genauer aufdröseln, doch im Wesentlichen läuft es auf diese Dinge zusammen.

WARNBLINKANLAGE GEFÜHL

Da wir nicht wie Autos automatische Warnanzeigen haben, die zu blinken beginnen, wenn ein Bedürfnis nicht ausreichend gedeckt ist, brauchen und haben wir unsere Gefühle. Sie sind die Indikatoren dafür, wie es uns geht, sie zeigen auf, wenn unsere Bedürfnisse grad halbwegs erfüllt sind und wann eben eher nicht. Gefühle bei erfüllten Bedürfnissen wahrzunehmen und auszudrücken macht uns dankbar und ausgewogen, wir spüren Leichtigkeit und Freude und können unser Dasein wertschätzen. Wir genießen es, in solchen Emotionen zu baden.

STRATEGIEN IM MANGEL

Gefühle bei unerfüllten Bedürfnissen anzunehmen ist dagegen viel schwerer, weil sie irgendeine Form des Handelns erfordern. Schließlich mag man nicht in einem Zustand verweilen, der sich unangenehm anfühlt. Wenn wir also ängstlich, gestresst, wütend, verärgert, traurig, ohnmächtig, unzufrieden, einsam, frustriert oder hoffnungslos sind, dann macht das was mit uns. Wie wir darauf reagieren, wie wir damit umgehen, ist jedoch höchst unterschiedlich und hängt mit den erlernten Strategien im Lauf des Lebens zusammen.

DEIN GEFÜHL HAT IMMER RECHT

Ein erster wichtiger und guter Schritt ist jedenfalls, das eigene Gefühl wahrzunehmen, versuchen, es möglichst präzise zu benennen (Eltern machen das stellvertretend für ihre Kinder, wenn die das sprachlich noch nicht können) und dann anzunehmen. Ein Gefühl ist immer richtig, so wie es im Moment empfunden wird. Auch wenn wir die Auslöser dafür (wenn das Brot des Kindes beim Frühstück falsch durchgeschnitten wurde), nicht verstehen oder nachvollziehen können. Das Gefühl ist die Realität des Menschen, egal ob das jemand anderes auch noch versteht. Diese Erkenntnis und das Zugeständnis ist wichtig.

ANERKENNEN UND AUSSPRECHEN

Und wenn ich aufhöre, mit der Realität zu streiten – indem ich mir selbst oder anderen bestimmte Gefühle abspreche – kann ich mich und den anderen wieder ernst nehmen. Dann kommt der schwierigere Teil: solche unangenehmen Gefühle entweder aushalten oder reflektieren woher die kommen (die meisten von denen kennen wir aus sehr frühen Kindertagen) und gegebenenfalls in die Handlungsfähigkeit kommen. Dabei hilft es, auszusprechen, wie es da drin in mir aussieht:

  • Ich fühle mich bedrängt und wünsche mir mehr Selbstbestimmung und Unabhängigkeit.
  • Ich fühle mich frustriert und wünsche mir, wirksamer sein zu können.
  • Ich fühle mich ohnmächtig und wünsche mir, etwas beitragen zu können.
  • Ich fühle mich einsam und wünsche mir, dazu gehören zu können.
  • Ich fühle mich hoffnungslos und wünsche mir Vertrauen, Ordnung und Klarheit für meine Zukunft.
  • Ich fühle mich traurig und wünsche mir mehr Erholung, Ruhe und Harmonie.
  • Ich fühle mich gleichgültig und wünsche mir mehr Respekt und Wertschätzung.
  • Ich fühle mich wütend und wünsche mir mehr Gerechtigkeit und Unterstützung.

EIN GLÜCKLICHES LEBEN

Diese Liste lässt sich natürlich beliebig fortsetzen, unsere Palette an verschiedenen Gefühlen ist bunt und vielfältig. Wenn es uns gelingt, zu erkennen, dass wir im Grunde als Menschen dieselben Bedürfnisse haben, könnte uns das wieder milder stimmen im Umgang miteinander. Wir könnten erkennen, dass wir alle uns ein glückliches Leben wünschen und zufrieden uns selbstbestimmt in Sicherheit leben möchten. Dass das unser gemeinsamer Nenner ist. Und wir lediglich verschiedene Vorstellungen davon haben, wie wir das erreichen können.

AUSHALTEN UND AUSGLEICHEN

Zugegeben, das ist schwer genug. Die Vorstellung von andersdenkenden, andersfühlendnen und andershandelnden Menschen so zu akzeptieren ohne das eigene Weltbild davon bedroht zu wissen. Wir sind geprägt von unserer Geschichte und unseren Erfahrungen im Leben. Hätte uns das Universum auf andere Pfade geschickt, würden wir mit ziemlicher Sicherheit auch anders da stehen. So verlasse ich mich darauf, dass es einen Grund hat, warum wir so verschieden sind. Dass es Sinn macht, unterschiedlich zu sein. Und dass wir auch alles von der Schöpfung mitbekommen haben, um diese Andersartigkeit auszuhalten oder auszugleichen. Wenn wir uns nur ein Herz nehmen, ein bisschen herunter kommen und uns dann auf Augenhöhe begegnen. Weil wir eins sind.

  • Jeder Mensch will wirksam sein.
  • Jeder Mensch will Leichtigkeit und Entspannung spüren.
  • Jeder Mensch will Gerechtigkeit erfahren.
  • Jeder Mensch möchte dazu gehören.
  • Jeder Mensch will Wertschätzung bekommen.
  • Jeder Mensch möchte etwas beitragen können.
  • Jeder Mensch will Abwechslung erleben.
  • Jeder Mensch möchte sich austauschen können.
  • Jeder Mensch will sich entwickeln.
  • Jeder Mensch möchte gleichwertig und ausgewogen behandelt werden.
  • Jeder Mensch möchte Harmonie und Schönheit erleben.
  • Jeder Mensch möchte Unterstützung erfahren.

Vielleicht sind wir am Ende des Tages gar nicht so verschieden, wie wir meinen. Nützen wir dieses Wissen, um wieder mit mehr Sanftheit aufeinander zu zu gehen. Es täte uns jedenfalls gut.