SCHULE … hast du Bedarf?

SCHULE … hast du Bedarf?

Die werden doch nicht wirklich …?! Dachte ich mir bis Samstag Nachmittag, doch nun wird zum zweiten Mal in diesem Jahr den Familien Distance Learning vor den Latz geknallt. Nein, halt! Wer „Bedarf“ hat, kann die Kinder zur Betreuung in die Schule schicken. Nun, dann will ich mal erklären, was Bedarf so ist und meiner Meinung nach rechtfertigt, die Kinder weiterhin zur Schule zu schicken.

AHNUNGSLOSE MÄNNER OHNE KINDER

Es ist Montag und für viele Schülerinnen schon der letzte Schultag der Woche. Ab morgen geht’s – wenn es nach der Meinung der Regierenden geht – wieder zurück zum Distance Learning. „Ihr schafft das schon, reißt euch mal zusammen … “ tönt es zwischen den Zeilen in Richtung Familien und da vor allem Richtung der Frauen und Kinder. Meist aus den Mündern ahnungsloser und kinderloser Männer, die viel zu idyllische Vorstellungen davon haben, was ab morgen wieder in vielen Familien Alltag sein wird.

Man erkennt das deutlich an dem Empfehlungen, die ausgesprochen werden: sie wissen nicht, was sie tun (und sagen).

HOMEOFFICE – IDYLLE

Gemütlich aufstehen, gemeinsam frühstücken und danach gemeinsam an die Arbeit gehen, jedes Kind willig und mit seinen Arbeitsaufträgen vertraut, alle Materialien vorhanden und unmissverständlich aufbereitet. Die Geräte alle top und Internetanschlüsse für alle Personen im Haushalt, ein starkes W-Lan on top. Man arbeitet ruhig und besonnen vor sich hin, die Kinder arbeiten ja auch daheim nach Stundenplan. Arbeitsräume und Spielräume sind wie der Minister empfiehlt, voneinander getrennt und adäquat eingerichtet – schalldicht sowieso, damit sich die Kinder nicht gegenseitig aus der Ruhe bringen können. Selbst ist man, mit ein wenig Glück, auch mit Homeoffice vertraut und profitiert von einer unzerstörbaren Konzentrationsfähigkeit, wenn die Kinder zwischendurch doch mal eine Frage an die greifbare Bezugsperson haben sollten.

KINDER LAUFEN NICHT NEBENBEI

Falls das irgendjemand so erlebt, dann gratuliere. Hier und vielerorts ist das jedenfalls anders. Nicht nur, dass die Kids von vorn herein geknickt sind, weil sie Klassenkolleginnen nicht sehen können, sie schaffen den Umstieg von Arbeitswelt und Entspannungsfeld innerhalb des (vielleicht) eigenen Zimmers oder der Wohnung eher schlecht als recht und sind – je jünger, desto mehr – angewiesen auf die Begleitung von Erwachsen, die – ups, stimmt ja! – eigentlich selbst an ihrer Arbeit sitzen sollten oder wollen. Kinder und auch Schüler laufen nicht nebenbei, zumindest die meiste Zeit nicht – und die Arbeits- und Konzentrationsphasen dazwischen sind definitiv zu kurz, um als Erwachsene daneben genug zu „schaffen“.

FAMILIEN UND IHRE BEDÜRFNISSE

Mal ganz klar: ich erwarte von einem kinderlosen Mann Anfang 30 nicht im geringsten, irgendeine Vorstellung davon zu haben, wie es ist, berufstätig zu sein und gleichzeitig schulpflichtige Kinder zu haben. Er kann es nicht wissen (und leider interessiert es ihn auch nicht die Bohne). Darum bin ich und sind wir als Eltern wieder mal gefragt, selbst Verantwortung zu übernehmen für unsere Kinder. Weil niemand besser weiß, was unsere Kinder brauchen, weil niemand klarer sieht, wie unsere Kinder verzweifeln, weil niemand eindeutiger spürt, welchen Bedarf Familien haben.

DU HAST BEDARF

Und dieser Bedarf, Kinder in Bildungseinrichtungen betreuen zu lassen, fängt nicht erst bei der eigenen Berufstätigkeit an! Bedarf kann man auch aus unterschiedlichsten anderen Gründen haben und so appelliere ich an alle Frauen und Familien da draußen: formuliert euren Bedarf, zeigt ihn! Niemand muss alles allein schaffen! Sprecht die unbequeme Wahrheit aus.

Klar und eindeutig, denn es gibt viele Gründe, Kinder weiter in die Schule zu schicken!

Du hast Bedarf, wenn du …

… deinen Kindern einen örtlichen Wechsel und damit mehr Struktur im Alltag ermöglichen willst.
… du deine Eltern-Kind-Beziehung nicht überlasten willst und nicht erst reagierst, wenn Situationen mehrfach total eskaliert sind.
… neben den unzähligen Rollen, die wir Eltern übernehmen, nicht auch noch Lehrkraft sein kannst.
… du deiner Erwerbsarbeit nachgehen willst oder musst: EGAL, ob das im Homeoffice oder außer Haus ist!! 
… nicht gleichzeitig effektiv arbeiten UND Kinder gut begleiten willst und kannst – denn das geht sich einfach nicht aus, hat nichts mit Engagement oder Willenskraft zu tun, sondern ist schlicht und einfach UNMÖGLICH.
… du daheim nicht ausreichend Raumund ruhige Arbeitsplätze für alle Personen zur Verfügung hast.
… du zuhause nicht ausreichend und passende technische Geräte samt Internetzugang bereitstellen kannst.
… die Bildung deiner Kinder einen hohen Stellenwert hat und du dieses Recht auch einfordern willst.
… du nicht, wie der Bildungsminister empfiehlt, getrennte Arbeits- und Spielräume mit entsprechender Ausstattung zur Verfügung stellen kannst.
… mit der Entscheidung der Regierung nicht einverstanden bist und über die Anmeldung des Bedarfs kundtust, dass wir Schule eben doch brauchen.

Jeder einzelne Grund ist meines Erachtens GRUND GENUG, das Kind weiter zur Bildungseinrichtung zu schicken.

BEGRENZTE MÖGLICHKEITEN 

Wir reden hier nicht darüber, ob wir daheim unsere Kinder zwei Wochen beaufsichtigen können. Hier geht es um Bildung und unsere Haltung dazu. So lange wir mitmachen, wird man so mit Schule verfahren (und mit uns als Familien) und ich mache mir ernsthaft Sorgen um die Zukunft unserer Kinder. Denn, ganz ehrlich: ich bin nicht sicher, ob es vor Weihnachten noch zurück geht und wann dann der nächste Lockdown bevorsteht. Und von Oberstufenschülerinnen haben wir noch gar nicht geredet – die selbst bei TOP-Organisation der Schule an die Grenzen des Online-Unterrichts stoßen und denen bald ganz wichtiges Handwerkszeug für ihre berufliche Zukunft fehlt, weil viel möglich ist, aber längst nicht alles. 

BILDUNG IST KEIN ACCESSOIRE 

Für alle, die sich freuen, die Kinder wieder daheim zu betreuen: wunderbar, ich freu mich mit euch. Meine Erfahrungen und das, was ich in Coachings und Gesprächen erlebe ist allerdings genau das Gegenteil: viele Eltern haben sich schon gefürchtet vor dem, was morgen wieder eintritt. Und ZU VIELE haben nicht mal dringend notwendigen Bedarf gemeldet, sondern Kinder daheim sich selbst überlassen oder die eigene Arbeit hart vernachlässigt. Das darf nicht sein!

Zeigen wir, dass Schule nicht „schöner wohnen“ ist, kein nettes Accessoire, sondern ein „must have“. Wir Familien haben mehr Macht, als wir glauben!

DIE WIRKLICH BEDAUERNSWERTEN

Noch ein Wort zur Schule. Wer mir wirklich Leid tut, sind die Pädagoginnen und Pädagogen, die wieder ins kalte (oder lauwarme) Wasser springen müssen, sich zerfransen zwischen Betreuungspflichten, Online-Unterricht und Arbeitspaketen – und viele von ihnen auch noch: den eigenen Kindern. Es ist unzumutbar und frustrierend, selbst engagierte Lehrkräfte lassen schon vor morgen den Kopf resignierend hängen. Vor allem: weil es vermeidbar gewesen wäre.

FÜR UNSERE KINDER 

Verantwortung übernehmen. Das ist jetzt gefragt. Für die Gesellschaft einerseits im Sinne von Reduzierung von Sozialkontakten, Verzicht auf große Menschenansammlungen und Ähnliches. Aber auch für sich selbst und das familiäre Umfeld und natürlich unsere Kinder. Niemand in Wien kann wissen, was für euch als Familie tragbar ist und was nicht. So lange wir nicht aufbegehren, wenn wir dagegen sind, werden diese Entscheidungen durchgehen. Ihr dürft euch selbst darum kümmern und eure Bedürfnisse ernst nehmen.

Sonst macht es nämlich keiner.

Sorry, heute kein Happy End. Wenn du positive Sätze brauchst, die findest du hier. 😉

Kommentar schreibenKommentare: 3

  • #1Ulrike (Montag, 16 November 2020 15:11)Danke Kerstin für die ehrlichen und auch aufmunternden Worte – und auch wir habe Bedarf weil für unsere Kinder und auch für uns wichtig und richtig ist 🙂
  • #2Julia (Dienstag, 17 November 2020 21:50)Danke Kerstin für deine offenen Worte, die ich jetzt ganz einfach mal auf den Kindergarten umlege..

    Ich bin Mama von einem Kindergartenkind und einer 1,5jährigen.
    Als Karenzmama sein Kind in den Kindergarten zu schicken kommt- so dachte ich noch Sonntagabend- einer Steinigung gleich, „ich bin ja eh daheim.“
    Hatte die ganze Woche daheim eingetaktet; Bastelsachen, Backbücher und Spiele rausgesucht und bin Montagmorgen mit meinem Großen und der Kleinen dabei in den Kindergarten. Wir hatten sogar schon die selbstgebastelten Weihnachtsgeschenke für die Pädagoginnen dabei, denn: man weiß ja nie…
    Dann kam die E-Mail vom Kiga.. […] Kinder im letzten Kindergartenjahr (…) sind eingeladen, die Einrichtung zu besuchen […] Halleluja, denk ich mir, was mach ma jetzt?
    Ich hab dann mit ein paar anderen Mamas und schlussendlich mit unserer (sehr engagierten) Pädagogin und der (auch supertollen) Helferin gesprochen, nachdem ich mir auch Gedanken zum Thema „Bedarf“ gemacht hab..
    1.) Meine Kinder sollen jetzt niemanden treffen, „jeder soziale Kontakt ist einer zu viel“;
    2.) Jeder Tierpark, jedes Hallenbad ist gesperrt, es gibt keine Weihnachtsmärkte und keine Highlights, die den Kids mal die nebeligen Novemberwochen versüßen (abgesehen von den „hausgemachten“);
    3.) Wenn möglich soll ich meine Kinder nicht zum Einkaufen mitnehmen. (Sie aber zeitgleich auch nicht fremdbetreuen lassen… klar.. soll der 5jährige doch endlich mal anfangen, selbstständig auf seine 1,5jährige Schwester aufzupassen…);
    4.) Papa ist beruflich in Italien- corona sei dank gleich zwei Wochen lang, denn wer weiß schon, ob er seinen Beruf in absehbarer Zukunft wieder auf Eis legen muss, wie heuer schon knappe 4 Monate… dann wird‘s mim Hauskredit auch eng!
    Unter all diesen Gesichtspunkten bin ich zu dem Schluss gekommen, dass mein Sohn jedenfalls BEDARF hat.
    Bedarf an sozialen Kontakten, am Umgang und Spiel mit Gleichaltrigen, Bedarf an SEINEM Schulanfängerjahr, am Kindergarten selbst!
    Denn Kindergarten ist eben nicht nur „Betreuung“, sondern so viel mehr und wir sollten endlich damit aufhören, ihn als Aufbewahrungsanstalt für Kinder überforderter oder fauler Mütter zu sehen!! Die PädagogInnen leisten täglich Großartiges, um unseren Kindern in dieser schwierigen Zeit ein Stück Normalität zu bieten und ich bin extrem dankbar, dass wir sie haben.
  • #3Kerstin Bamminger (Mittwoch, 18 November 2020 08:22)Danke für euer Feedback! Ja, Julia! Das ist natürlich auch im KG gültig! Kinder bekommen in Kindergarten UND Schule viele Dinge, die wir NIEMALS zuhause bieten können – selbst beim besten Willen nicht.
    Ich find es gut, dass du bereit bist, eure Situation so zu reflektieren und eine persönliche Entscheidung zu treffen, die für euch stimmt! Darauf wird es immer ankommen!
    Alles Gute für diese Zeit, die schon mit ein paar Sorgenpaketen mehr bestückt ist!
  • #4Name: *

Home-Office-Schooling-HÄ?

Erstmals in der jüngeren Geschichte gibt’s also flächendeckendes HOME-schooling.

Pikanterweise gleich gepaart mit Home-office am HOME-Küchentisch und tendenziellem HOME-Lagerkoller, also quasi unter erschwerten Bedingungen. 
Gott sei Dank wissen allerhand Experten gleich, WIE das funktioniert, haben Tipps und Tricks auf Lager und einen scheinbar unerschöpflichen Erfahrungsschatz.

Hmm. Ich kann und werde dir damit nicht dienen. Hier und heute erfährst du von mir lediglich, wie ich glaube, dass es NICHT geht – alles andere lerne ich selbst grad. Genau wie du, vermutlich.

Wir befinden uns in Woche 2 der neuen Corona – Zeitrechnung und langsam kommt so etwas wie Gewohnheit auf. Von heut auf morgen weht der Wind aus einer anderen Richtung, doch wer, wenn nicht wir Mütter bzw. Eltern, schultern Krisen wie diese mit links?!

Ich schnall mir also mein Superheldinnen-Cape um und düse durch meinen Alltag.

Neuerdings bin ich befugt, die Arbeit von 21 Lehrpersonen in 37 Gegenständen bei drei schulpflichtigen Kindern zu übernehmen, natürlich ein Kinderspiel. Ganz nebenbei schaukle ich noch das Fußballtraining, Instrumentalunterricht und Showdance-Klassen. 

Also fliege ich mir der Trillerpfeife pünktlich um 6 Uhr Früh durch die Kinderzimmer und reiße den Nachwuchs unsanft aus den Federn – damit sind sie wenigstens gleich ordentlich geweckt und der Kreislauf in Schwung, wenn schon der morgendliche Spaziergang zum Bus oder zur Schule entfällt. Nach dem knappen Frühstück treibe ich sie in Windeseile an den Arbeitsplatz und überschütte sie – nach den digital übermittelten Aufgaben – noch mit zusätzlichen Übungen in jedem einzelnen Fach, damit daheim ja keine Gemütlichkeit aufkommt. 

Ganz Superheldinnen-like gebe ich einen streng hierarchischen Plan vor, wann sie was zu tun haben, bloß nicht fragen, worauf sie grad Lust hätten – sonst finden sie sich ja später (irgendwann) in der Schule gar nicht mehr zu recht. Wichtig ist auch noch, reichlich Druck und Angst entstehen zu lassen, damit auch endlich mal was weiter geht – wochenlang nix tun geht ja gar nicht, da verblöden sie ja total! Jegliche Ablenkung wird nicht geduldet, ebensowenig ausgiebige Pausen … wo kommen wir denn da hin?!

Also tu ich ihnen letztlich einen Gefallen als superstrenger Lehrerinnenschreck….

Bevor du dich fragst, ob ich nun komplett den Verstand verloren hab: SO ist es natürlich glücklicherweise hier nicht gelaufen. Und jeder, der nicht so ähnlich vorgegangen ist, hat vermutlich schon irgendwas richtig gemacht bei diesem Heimbeschulungsdingsbums.

WAS jedoch das Richtige ist, WIE man das ganz genau hinbekommt und WER wofür Verantwortung trägt, kann ich hier und heute allerdings nicht beschreiben. Ich weiß noch nicht, welche Erkenntnisse wir in dieser Zeit gewinnen, ich kann nicht sagen, ob sie ausreichend lernen und entsprechend „üben“, ich kann nicht beurteilen, ob ihnen diese Wochen oder Monate in ihrer Schullaufbahn mal „fehlen“ werden. Dafür ist es noch zu früh. Es gibt aber Experten, die sagen, dass 2-3 Monate verpasster Unterricht für den schulischen Wissenskanon letztlich irrelevant sind! (Ja, denkt mal über diese Aussage nach.)

Ich kann derzeit nur sagen, worauf ICH bei UNS im Home-Office-Schooling achte.

Ich lege Wert darauf, dass sich die Kids wieder selber spüren lernen. Darauf, dass sie womöglich (und hoffentlich!!) selbst noch einen Antrieb spüren, diesem einen Wissensgebiet, dieser Aufgabe jetzt nachzugehen. Dass sie spüren, worauf sie Lust haben und diese Energie dann sinnvoll nützen. Und auch spüren, wenn mal einfach nix weitergeht (auch wenn es halb neun Uhr morgens ist) und dann einer anderen Beschäftigung nachgehen, weil sie eventuell am Nachmittag eine gute Konzentrationsphase erleben.

Ich lege Wert darauf, dass sie sich selbständig organisieren lernen, ihre Aufgaben überblicken und eventuell zeitlich einschätzen können und dann eigenverantwortlich einteilen. Dazu gehört auch, sich mal zu täuschen und die To-do Liste nicht erledigen zu können oder viel zu früh fertig zu sein. Dazu gehört, sich selbst zu strukturieren und vorausplanen zu können.

Ich lege Wert darauf, dass ich sie emotional begleite – was momentan viel wichtiger ist, als die fachliche Unterstützung in diversen Fächern. (Und ääähhhm, in der berufsbildenden höheren Schule wird’s da auch in diversen Gegenständen recht knapp mit meinem Know-How.) Es gibt so viel abzufedern und zu reflektieren, weil die Kinder weniger bewegt, ob sie den Lehrstoff auch bewältigen, sondern mehr, dass ihnen ihre Freunde fehlen. Als Kolleginnnen oder Spielgefährten. 

Ich lege Wert darauf, dass wir es als Familie in dieser Zeit gut haben miteinander anstatt den Leistungsdruck erst recht wieder absichtlich und unnötiger Weise nach oben zu drücken. Wir treffen uns nicht nur zum gemeinsamen Frühstück, sondern auch mal zu einer kleinen Jause am Vormittag, essen zusammen Mittag und auch am Nachmittag lässt es der nun leere Kalender zu, sich bei Lust und Laune rund um den Tisch zu versammeln und diesen Raum als Begegnungszone zu nützen und uns andererseits Rückzugsräume zugestehen.

Was ich also schon weiß ist: wir lernen nun Dinge, die sie in der Schule oder im früheren Alltag nicht oder nur begrenzt lernen konnten. Wir können und dürfen es uns gut machen beim gemeinsamen Arbeiten und Lernen. (Und… ein Schreibtisch mehr: wäre gut. Ein PC mehr: auch.)

Und dann gibt es noch viel mehr was ich oder wir NICHT wissen. Und weißt du was?


Es ist auch gar nicht notwendig.

Wir sind zum ersten Mal in dieser Situation.
Wir sind am Weg und lernen dazu, wir wachsen an unseren Aufgaben und entwickeln uns weiter.
Und DAS ist das, was zählt. 
Das Beste zu geben, sich selbst und den Anderen Fehler zuzugestehen und nach einem Hoppala oder Hindernis weiter zu machen und wieder auf zu stehen. 

Winston Churchill sagte: „Das ist die Kunst: einmal mehr aufzustehen, als man hinfällt!“

Und der Satz beinhaltet nicht, dass man dabei perfekte Haltungsnoten braucht!

Also, lass dir gesagt sein:
DU bist gut.
DU bist genug.
DU schaffst das.
DU wächst und lernst täglich dazu.
DU bist einzigartig & wunderbar. 

Kommentar schreibenKommentare: 5

  • #1Doris (Donnerstag, 26 März 2020 11:44)Liebe Kerstin!
    Danke, du sprichst mir aus der Seele. Ich muss sagen, dass uns dieser entschläunigte, stressfreie Zustand als Familie sehr gut tut. Die Mädels meinten sogar, dass wir noch nie so viel gemeinsame Zeit miteinander verbracht haben und es wird viel weniger gestritten. (Das berufliche müssen wir ausblenden�)
    Wir wünschen euch Alles Gute – gsund bleiben!
    Lg Doris&Martin, Leah Hannah u. Greta
  • #2Margot (Donnerstag, 26 März 2020 14:25)Danke!
  • #3Birgit Obermayr (Donnerstag, 26 März 2020 21:51)Dein Schreibstil und deine Analysen sin einfach genial! Lg
  • #4Elke Gruber Franthall (Donnerstag, 26 März 2020 23:34)Liebe Kerstin, soooo schön geschrieben und sooo wahr, wir halten es genauso und es ist wirklich genial, wieviel Zeit wir gemeinsam haben, meine 3 Mädls und ich!! Wir unterstützen uns gegenseitig und machen ganz viel gemeinsam!!! Glg Elke
  • #5Kerstin Bamminger (Freitag, 27 März 2020 09:13)Ihr Lieben! Danke für euer Feedback … es freut mich, wenn ich mich mit meinen Worten erreiche!

    Doris: ihr macht das sicher wunderbar daheim, auch wenn ihr dennoch zu den Systemerhalten gehört und auch im Erwerb tolle Arbeit leistet!

    Margot: Bitte, gerne 😉

    Birgit: Vielen Dank für die Blumen! Ich werd schon ein bisschen rot …. 😉

    Elke: Danke dir und ich bin mir auch sicher, dass eure Mädels gut begleitet sind daheim – alles Liebe für euch!