Hurra! Wir leben (noch)!

Wir leben ja echt am Limit hier mit all den potenziell tödlichen Viren, der ständigen Gefahr eine Ampelschaltung zu übersehen (mit oder ohne Auto) und den unzähligen explosiven Bäumen in unseren Waldstädten. Ich frag mich ja neuerdings, wie die Menschheit es überhaupt bis hier hin geschafft hat, so gefährlich wie uns die moderne Welt aktuell erklärt wird. Ein paar Erklärungen hab ich vielleicht für dich. Wissenschaftlich nicht erwiesen, allerdings.

DUMMHEIT IST NICHT DIREKT TÖDLICH

Im Angesicht aller möglichen (und echten) Katastrophen, die die menschliche Spezies bisher erlebt hat und überlebt hat (zumindest ein Großteil davon), versuche ich mal einen Hoffnungsschimmer zu sehen in der derzeitigen Situation. Nicht weil wir bald die vermeintlich segensreiche Impfung unter die Haut gejagt bekommen können oder ein glorreiches Medikament entwickelt werden wird, oder irgendwann doch noch Ordnung oder Sinn (oder beides) hinter Ampelregelungen abseits der Straße entstehen wird.

Ich hab Hoffnung, weil ich weiß (und wir erleben es grad an vielen Ecken und Enden, ohne hier Namen nennen zu wollen), dass Dummheit nicht direkt tödlich ist. Sonst wären wir vermutlich schon längst ausgestorben. Selbst mit relativ wenig Verstand gelingt es, heutzutage zu überleben – manche schaffen es sogar in staatstragende Positionen, in Regierungsverantwortung und leitende Positionen. Und selbst mit solchen “Leuchten” an der Spitze gehen wir nicht gleich unter. Also, die Hoffnung lebt. Für mich aber vor allem deshalb, weil ich merke, dass in meinem Umfeld viele Menschen sehr ähnlich denken wie ich, dass für viele die Dinge momentan nicht ganz astrein laufen und die Bereitschaft zum Widerstand leisten nur eine weitere verrückt genuge Verordnung entfernt ist. Wer noch Haus- und Menschenverstand besitzt, wird sich mit denen zusammentun, die davon ebenfalls noch Reserven haben. Und dann geht ein Licht auf am Horizont.

WHAT DOESN’T KILL YOU …

Ich bin ein Kind der Achtziger Jahre. Wir haben nach Tschernobyl im Sand gespielt, hatten Spielzeug voller Weichmacher aus dem bösen, bösen China, wir haben das Essen mit dreckigsten Fingern in den Mund geschoben und aus Gläsern getrunken, wo die halbe Nachbarschaft auch schon dran war, haben das Gras aus dem eigenen Garten in Lianen geraucht (Filter? Was ist das bitte?) und was Desinfektionsmittel sein soll, war uns unbekannt. Ja, viele Dinge waren hygienisch weder einwandfrei noch nachahmenswert und auch mir graust manchmal bei der Erinnerung an das eine oder andere Erlebnis in meiner Kindheit. 

Doch eins weiß ich bestimmt: wir waren robust und abgehärtet und niemand verfiel in Panik, wenn man sich in das Taschentuch der Schwester rein schnäuzte, oder uns die Großeltern mit ihren Stofftaschentüchern (mmmhhh, lecker) die Nase putzten. Uns wurde viel zugemutet, uns wurde viel zugetraut und das machte uns stark. So wie viele Kinder, die auch heute noch halbwegs natürlich aufwachsen dürfen und nicht in sterile Watte gepackt werden. Wir sind zäher als wir glauben und was uns jedenfalls krank macht und schwächt (… das hab ich auch schon öfter hier betont) ist Angst. Und die Angst, krank zu werden. 

Im Übrigen verstehe ich auch die sogenannten Schutzmasken als eine Art Immuntraining, denn eine Hygienemaßnahme ist das schon lang nicht mehr. Ich empfehle dir, 15 Minuten auf einem Supermarkt Parkplatz die Menschen zu beobachten und zuzuschauen, von woher sie ihre Masken heraus wursteln und sich dann vor das Gesicht schnallen. Wenn du dann gesehen hast, dass die meisten sie erstens “falsch” aufsetzen, unters Kinn schieben, außen überall antatschen und die sowieso schon längst, wenn sie nicht aus einer sterilen Verpackung genommen werden, irgendwie kontaminiert sind (wenn schon nicht mit Corona, dann mit anderen Bakterien oder Viren, die jedenfalls auch im Gesicht und Hals nichts zu suchen haben) und daher keinen Schutz bieten, dann weißt du: sie sind eher ein Immuntraining, als eine Hygienemaßnahme. Ja, man kann niemandem damit beim Reden ins Gesicht spucken. Das ist aber schon der einzige Vorteil und sollte mal mit der Contra Seite verglichen werden, falls mich mal jemand fragt.

WENN’S HART AUF HART KOMMT, MENSCH BLEIBEN

Wir werden dennoch überleben, denn Seuchen hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben, mit oder ohne Gegenmittel in Form von Impfung, Medikament und CO. Oder TROTZ Impfung, Medikament und CO. Ich glaube, dass die Natur schlau genug ist, uns Menschen mit den Herausforderungen mitwachsen zu lassen und wie man schon sieht, mutieren nicht nur Viren sondern auch wir Menschen mit (weniger heftige Infektionen, unerklärliche Immunreaktionen, …). Und nicht nur körperlich glaube ich an das Leben, sondern auch psychologisch und sozial. Ich bin guter Hoffnung, dass wir uns nicht unendlich “in die Irre” führen lassen und an einem bestimmten Punkt (wann immer der kommen mag) nicht weiter wie Schafe durch den Tag treiben lassen werden. Wir werden uns verbünden und zusammenstehen und vernünftig und friedlich für einen sinnvollen, menschlichen und dennoch rücksichtsvollen Weg zu einer gemeinsamen Zukunft einsetzen. Wir werden unsere Kräfte, unsere Energie und unsere Möglichkeiten bündeln und für Menschlichkeit einsetzen, besonders, wenn es eng wird. 

Das haben wir ja auch am Beginn des Lockdowns erlebt. Mehr aufeinander zugehen, mehr aufeinander schauen und mehr aufeinander aufpassen als es vorher gewohnt war. Wir können es und haben es oft nur verlernt oder verdrängt. Und es gab ja genug Maßnahmen und Empfehlungen, die uns voneinander distanziert haben, also darf’s uns nicht wundern.

Aber: Einer oder eine allein wird eine schwierige Situation nicht komplett ändern können. Wir brauchen uns gegenseitig und echte soziale Kontakte. Zusammen entstehen oft ungeahnte Lösungen, entwickeln wir die besten Ideen und können auf das Potenzial und die Vielfalt zugreifen, die eine einzelne Person einfach nicht in dem Ausmaß bieten kann. Also lasst uns zusammen stehen, uns absprechen und aufbegehren, sollte es nötig sein.

WO WIEN WEIT WEG WAR

Wir haben die letzten Tage des Sommers ja in den Osttiroler Bergen verbracht, umgeben von Natur, Wald und hunderttausende Jahre alten Gipfeln und Felsbrocken, die schon Zeit und Ewigkeit dort “erlebt” haben.

Die Berge haben auf mich folgende Wirkung: sie rücken meine Themen und Herausforderungen, die Probleme der Zeit und Menschheit ins rechte Licht. Die Gelassenheit, Sicherheit und Ruhe, die solch imposante Erhebungen ausstrahlen, wirken angenehm in Zeiten wie diesen. Ich höre sie förmlich kichern angesichts dessen, wovor wir uns gerade “fürchten” (sollen), denn sie haben schon alles gesehen. Eiszeiten, Dinosaurier, Kriege, Seuchen, Naturkatastrophen, Not und immer wieder den Menschen, der glaubt, die Natur (dazu gehören auch Viren) beherrschen zu können.

Wie klein und unbedeutend wir sind, kann ich dort gut spüren. Und dass (die Waldstadt) Wien mit allen Verordnungen dort ganz weit weg ist. Die weidenden Kühe lassen Ampeln jeglicher Art kalt. Einsame Berghütten bewirten wie früher in aller Ruhe, bodenständig, unaufgeregt und herzlich. Man muss ja nicht alles an sich heranlassen. Recht so. Denn die echte Gefahr für die Menschheit geht von wo anders aus: von uns selbst. 

Wie wir glauben, uns auf diesem Planeten benehmen zu können. 

Wie wir mit Mutter Natur umgehen. 

Wie wir mit Ressourcen umgehen. 

Wie wir miteinander umgehen. 

Wenn es der Natur zuviel ist, wird sie sich von uns Menschen befreien. Und bis dieser Fall eintritt, werden wir leben.

Und es wär gut, wenn wir uns dabei nicht zu sehr aus der Ruhe bringen lassen.

Von Verordnungen.

Von Präsidenten.

Von Ampeln.

Von Infektionszahlen.

Oder explodierenden Bäumen.

Also freu ich mich mal des Lebens. Und du so?!

Kommentar schreibenKommentare: 6

  • #1Petra (Donnerstag, 17 September 2020 15:29)MEGA Artikel!!!! Du sprichst mir zu 100 % aus dem Herzen!!!
  • #2Kerstin L. (Donnerstag, 17 September 2020 19:08)Das hast du wieder toll geschrieben! Bin ganz bei dir! Liebe Grüße!
  • #3Bettina (Donnerstag, 17 September 2020 21:16)Eine tolle Meinung in einen genialen Text verpackt. Danke dafür. Ich sehe es genauso und ich hoffe viele andere auch ✨
  • #4Thomas (Freitag, 18 September 2020 06:11)Respekt, toller Inhalt, spannend und klug geschrieben. Gute Situationsdarstellung, Bravo, wir brauchen Menschen, die Ihre Meinung sagen!
  • #5Kerstin Bamminger (Donnerstag, 24 September 2020 08:24)Vielen Dank, ihr Lieben! Es freut mich, wenn ich hier für Gleichgesinnte schreibe ;-)!
  • #6Sigrid (Montag, 28 September 2020 16:51)Und wieder ein toller Artikel, der mich einerseits zum Lachen bringt und auch zum Nachdenken anregt!!
    LG Sigrid
  • #7
55 Dinge, die man mit Geschwistern lernt

55 Dinge, die man mit Geschwistern lernt

Geschwister zu haben ist eins der größten Geschenke, die ich habe. In meinem Fall reden wir ja von vier Schwestern. Diese Beziehungen beeinflussen uns auf vielfältige Weise und längst weiß auch die Wissenschaft:

Geschwister prägen mindestens so sehr wie Eltern. 

Was man mit Geschwistern alles so erlebt und lernt, hab ich heute mal hier beschrieben. Ein Stückerl Lebensrealität aus knapp vier Jahrzehnten gefiltert.

55 Dinge, die man mit Geschwistern lernt …

  1. das Gewand teilen oder die wertvollsten Stücke vor den Schwestern verstecken
  2. sich des nächtens beim Einschlafen erschrecken, indem man sich lautlos aus dem Bett schleicht (gut Übung übrigens für eventuelle spätere Elternschaft)
  3. sich gegenseitig die Osternester leerfuttern
  4. unterm Küchentisch die (wahlweise) eigenen oder schwesterlichen Haare / Stirnfransen mit der Bastelschere auf 2 cm kürzen (Partienweise auch das Haupthaar; Judith: immer schon die Styling Queen).
  5. der jüngeren Schwester das Radfahren beibringen
  6. gemeinsam bis zum Umfallen Flöte üben und dabei Ohrenschmerzen bekommen
  7. bis aufs Blut streiten und sich dabei die Haare ausreißen (da war ja abschneiden noch besser)
  8. den anderen Schwestern (wahlweise) die Schuld zuschieben – für was auch immer – und selbst das Unschuldslamm geben
  9. füreinander einstehen – zum Beispiel wenn der Freund der Schwester sie schlecht behandelt
  10. vor Rührung beim Schulabschluss der Schwester heulen wie ein Schlosshund
  11. 10-Groschen-Münzen auf den Bahngleisen nebst dem elterlichen Haus vom Güterzug platt pressen lassen (was haben wir eigentlich damit gemacht??)
  12. Lianen in der “Leid’n” schneiden, mit Gras füllen und rauchen (nein, kein Filter und im VS Alter)
  13. als Teenager mit 20 m Abstand morgens zum Bus gehen, weil man sich noch nicht ausstehen kann um halb 7 in der Früh (das war damals schon Social Distancing)
  14. Doktorspiele im Kindergartenalter im begehbaren Schrank verheimlichen
  15. die Firmvorbereitungsgruppe der jüngeren Schwester leiten (Lisa, du Arme hattest mich sicher ZU viel am Hals)
  16. beim gemeinsamen Umdichten von Liedern für runde Geburtstage verzweifeln
  17. die goldene Popcornregel (“Eins und eins”) beim Anschauen von Liselotte Pulver Filmen lernen
  18. auf jüngere Geschwister aufpassen, während die Eltern am Ball beim Wirt im Ort waren (und nein, sie hatten kein Handy dabei. Im Notfall hätten wir den Wirt am Festnetz angerufen, doch so weit ist es nie gekommen. Heißt: wir haben gelernt mit aller Art Schwierigkeiten umzugehen, ohne beim ersten Problem die Eltern zu rufen)
  19. jeden Tag denselben Mann zwei Mal zu küssen (Den Paps ;-).)
  20. sich gegenseitig um Haare, Klamotten, Freunde, Schulnoten, Spielsachen,… beneiden und sich dennoch (meist) nicht an die Gurgel zu gehen
  21. Patentante oder besser gesagt Godi für die eigenen Kinder werden
  22. kapitale Fahrradstürze ansehen und sich danach gegenseitig verarzten (wer braucht schon einen Doktor?)
  23. als Kinder artig Gedichte bei runden Geburtstage aufsagen und dann heimlich Geld zugesteckt bekommen von allerhand (uns unbekannten) weitschichtigen Verwandten
  24. schnell “gscheit schauen” wenn Familienfotos gemacht werden, was sonst eine elend lange Prozedur wird
  25. unerklärliche Spiele erfinden und mit Begeisterung spielen (Stichwort: Arschtreten)
  26. vertrocknete Haustiere im Garten zusammen bestatten
  27. geheime Parties schmeißen, wenn die Eltern zum Wandern übers Wochenende weg sind
  28. die ältere Schwester sofort dafür verpfeifen, sobald die Eltern bei der Tür herein treten (und betrübt feststellen, dass die ganze “Spurenbeseitigung” für die Katz war – soviel zu “geheimer Party”)
  29. betrunken die Aufsicht für jüngere Geschwister beim Ortsskitag übernehmen 
  30. sich gegenseitig für derartiges Fehlverhalten NICHT verpfeifen
  31. immer wieder vergleichen, was die anderen tun, haben und dürfen und grundsätzlich (was auch immer) beim anderen besser finden und dafür die Eltern nerven
  32. im elterlichen Garten im Hochsommer ausschließlich Bikini-OBERteile tragen, denn die waren wesentlich schicker als die Bikinihosen. (Plus: stolz damit für ein Foto posieren)
  33. eine Vespa halbwegs intakt an die jeweils jüngere Schwester vererben und der Letzten dann das Verschrotten überlassen (Lena, da hattest du Glück, und: schad … dieses Moped könnte Geschichten erzählen!)
  34. von den besten Freundinnen verwechselt werden, weil die Haarfarbe grad ähnlich ist
  35. sich siebzehnhundert mal anhören, wie arm doch unser Papa ist mit fünf Mädels (wobei ich immer gesagt hab: das ist der glücklichste Mensch der Welt, wird jeden Morgen von sechs Frauen geküsst – darauf hin war meistens Ruh.)
  36. die Lieblings-Stofftiere der anderen verstecken und so tun, als wisse man nicht, wo sie sind
  37. durch dick und dünn miteinander gehen (und das ist hier auch wörtlich gemeint)
  38. zusammen (gefühlt) alle Haarfarben des Spektrums abdecken (so, auf’s Leben gesehen. Danke, Katrin – du trägst hier den Löwenanteil!)
  39. streiten, argumentieren, seinen Standpunkt verteidigen, nicht aufgeben, dranbleiben, sich erkämpfen, was überlebensnotwendig ist (z.B. Jausenbrote)
  40. heimlich Gewand oder Schuhe der Schwester ausleihen und dann am Fußballplatz damit von ihr entdeckt werden (unschöne Szenen)
  41. sich Spielmännchen in die Nase stecken (liebe Grüße an alle, die so mit uns Mensch-ärgere-dich-nicht gespielt haben – Hygiene wurde damals anders bewertet) und dann damit Fangen spielen oder Dick & Doof Masken drüber tragen
  42. gemeinsam beim Dachbodenausbau Ziegel schleppen
  43. dass eine Schaukel auch für 3-4 Kinder reicht
  44. eine kompletten Schwäche für Disney Filme entwickeln und dem dann bei der Hochzeit einer Schwester frönen
  45. im Pyjama Weihnachten feiern (das war wenigstens gemütlich!)
  46. stundenlang in Musikschulen sitzen, auf die Schwestern wartend (damit nicht so oft Taxi gefahren werden musste)
  47. zahllose Vortragsabende von Instrumentalklassen von den Geschwistern überleben 
  48. gemeinsamen Familien-Wellness-Urlaub im Teenageralter als Horrortrip empfinden 
  49. mehr Nähe aushlaten, als manchmal gesund ist
  50. in die selben Jungs verknallt sein und sie geschwisterlich (wenn auch zeitlich versetzt) teilen
  51. Dekorationskämpfe die Kinderzimmer betreffend austragen
  52. sich beim Rauchen vor den Eltern verstecken und sich gegenseitig decken
  53. der Schwester Jause ins Internat liefern um das Überleben zu sichern
  54. zusammen blödeln, bis man vor lauter Lachen Bauchweh hat
  55. mindestens 5 ICE Nummern (In Case of Emergency) im Telefon eingepeichert haben und wissen, dass man sich todsicher auf sie verlassen kann.

Katrin, Judith, Lisa und Lena – ihr seid mit die wertvollsten Menschen in meinem Leben und ich wünsche mir, dass wir dieses Band, das uns zusammen hält auf immer gut schützen und es pflegen – auch wenn man nie weiß, was das Leben bringt…

Und – hast DU auch Geschwister?

Was hast du von oder mit oder wegen deinen Geschwistern schon für’s Leben gelernt?

Ich bin schon sehr gespannt, was ihr kommentiert …


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Kommentar schreibenKommentare: 5

  • #1Katrin (Donnerstag, 30 April 2020 17:26)Sehr sehr berührend und absolut treffend beschrieben! 🙂 Die Pokale unter der Bettdecke…. 😀 muss ich heute noch lachen wenn ich dran denke….
    Ein unglaublich wertvoller Schatz, solche Schwestern zu haben! Das Kompliment kann ich von Herzen zurück geben! ❤️
  • #2Kerstin (Freitag, 01 Mai 2020 12:08)Javaaa! Die Pokale – war sicher deine Idee, damals …! Dir fallen bestimmt noch viel mehr Begebenheiten ein, mit deinem Elefantengedächtnis 😉 …
  • #3Papa (Freitag, 01 Mai 2020 20:29)ich bin ein sehr stolzer und glücklicher Vater von 5 so feschen Töchtern die sich alle zu tollen Persönlichkeiten entwickelt haben. Es ist schön zu lesen was ihr in eurer Jugend so alles gut überstanden habt. Bleibt so wie ihr seid und lernt jeden Tag was Neues. Ein Leben ohne euch für mich nicht vorstellbar….
  • #4Gabi (Samstag, 02 Mai 2020 09:16)Da sind selbst für mich als Mama jetzt noch ein paar Dinge neu! Auch wenn aus der Elternebene nicht direkt ein Kommentar gefragt ist, möchte ich trotzdem etwas schreiben. Die unterschiedlichen Bedürfnisse von 5 (oder besser gesagt sind es eigentlich in unserem Fall 7) sich entwickelnden Persönlichkeiten “unter einen Hut zu bringen” sind eine wahre Herausforderung im Familienalltag. Es ist SEHR SCHÖN, so eine große und lebendige Familie hoch 19 zu haben! 55 x BIG HUGS
  • #5Kerstin (Freitag, 15 Mai 2020 17:29)Lieber Papa! Liebe Mama!
    Vielen Dank für diese herzerwärmenden Kommentare!
    Eure Erstgeborene

    Falls sich noch jemand fragt, warum wir alle “so toll” ;-P geworden sind … es liegt wohl an diesen beiden Menschen!
  • #6
Unverdienter Fisch. Statt Valentinsblumen.

Unverdienter Fisch. Statt Valentinsblumen.

Valentinstag, der Feiertag der Liebenden – weil der heilige Valentin als Patron der Liebenden verehrt wird. Die Überlieferung unterscheidet und vermischt zugleich zwischen einem Valentin von Terni und einem Valentin von Rom. Womöglich handelt es sich aber auch um ein und dieselbe Person.

Valentin von Terni soll als Bischof in Rom viele Leute für den christlichen Glauben gewonnen haben, der andere Valentin (von Rom) soll als Priester Liebespaare trotz des Verbots christlich getraut haben ( YEAH, es gab immer schon Querulanten!!) und deswegen am 14. Februar 269 hingerichtet worden sein. Zudem habe Valentin den frisch verheirateten Paaren Blumen aus seinem Garten geschenkt. Die Ehen, die von ihm geschlossen wurden, haben der Überlieferung nach unter einem guten Stern gestanden. (Quelle: Wikipedia)

Daher auch die Tradition mit den Blumen. 

APROPOS BLUMEN.

Der Handel reibt sich die Hände, denn der Run auf Blumen, Süßes und Sonstwas wird gefühlt jedes Jahr stärker. Es wird uns so selbstverständlich erklärt, dass “es” dazugehört, wenn man jemanden liebt, dass man sie oder ihn zu diesem Anlass (reich) beschenkt. Und wenn man schon keinen Beziehungspartner hat, dann bitte doch zumindest die Großmütter oder so. 

Egal eigentlich, Hauptsache, das Geldtaschl sitzt locker.

Wer mich kennt, weiß vielleicht: auf Geschenke leg ich nicht sonderlich viel Wert. Ich lass mich zwar gerne mal überraschen (was immer wieder mal wirklich gelingt!) und liebe Blumen – was ja perfekt zur Valentinstagsprozedur passen würde – doch eine von außen befeuerte Liebesbekundung durch diverse Konsumgüter: nein, danke. 

Da nehm’ ich schon lieber unverdienten Fisch.

Was, bitte, ist UNVERDIENTER FISCH?

Rosemarie Welter-Enderlin beschreibt in ihrem Buch “Paare – Leidenschaft und Langeweile” eine Erkenntnis aus der Tierbeobachtung.
Bei Delfinen, die ja bekanntlich gut zu dressieren sind, wird üblicherweise beim Erlernen von Kunststücken, oder wenn diese vorgeführt werden, eine gewünschte Handlung oder Bewegung mit einem Fisch belohnt, wenn sie gelungen ist. So lernen die Tiere, welches Verhalten gewünscht ist und welches nicht. (Es lebe die klassische Konditionierung.)

Nun haben Verhaltensforscher beobachtet, dass die Delfine brav ihre Übungen runterspulten und dafür ihre zugeworfenen Fische schnappten, doch sie wurden ob dieser Belohnung etwas gleichgültiger.

Man hat jedoch beobachtet, dass sie “… besonders auflebten, wenn man ihnen hin und wieder einen Fisch zuwarf, für den sie nicht hatten arbeiten müssen!” … UNVERDIENTEN FISCH, also.

So oder so ähnlich sehe ich das auch mit den Valentins-Liebesbekundungen der modernen Gesellschaft, besonders mit dem dazugehörigen Kaufrausch.

Es ist keine große Kunst, sich am Tag des Patrons der Liebenden Blumen zu schenken, Pralinen, Parfüm oder was auch immer zu kaufen. Wenn jemand schon wochenlang vorher daran erinnert wird, ist das in meinen Augen keine Glanzleistung.

Ich wünsch mir deshalb ausdrücklich zum Valentinstag keine Blumen und werde (tatsächlich!! mindestens) einmal im Jahr mit einem schönen Blumenstrauß überrascht – ich kann gar nicht sagen, wie sehr ich mich DANN darüber freue, an einem ganz gewöhnlichen und x-beliebigen Tag.

Großes Kompliment übrigens an dieser Stelle an meinen Göttergatten. 😉

Weil DAS viel wesentlicher ist: die Liebe auch im Alltag im Auge zu behalten. 

Zwischendurch und einfach so ….
… eine Wiesenblume pflücken und mit nach Hause nehmen.
… einen Zettel mit einer lieben Nachricht in der Sockenlade verstecken.
… den Lieblingskäse des Partners kaufen, auch wenn er mich selbst anstinkt.
… an einem ganz gewöhnlichen Tag Blumen heimbringen.
… etwas Besonderes kochen.
… eine Fußmassage verschenken.
… dem Anderen drei Dinge aufschreiben, die du an ihm oder ihr besonders schätzt.

Das kann soo viel mehr sein, als auf Kommando gekaufte Blumen.
Das kann so viel mehr sein als ein Date am 14. Februar.
Das kann so viel öfter stattfinden als nur an dem einen Tag im Jahr.

Wenn wir nur am Valentinstag darauf achten, unseren Liebsten unsere Zuneigung zu bekunden, dann ist das restliche Jahr eine lange Durststrecke. Nicht alle Beziehungen halten solche Dürreperioden auf Dauer aus.

Natürlich ist es fein, den Valentinstag zu feiern und den Segen des Liebespatrons auf sich regnen zu lassen. Umsonst haben wir hier nicht unserem ersten Kind auch diesen Namen gegeben. Auch Traditionen sind etwas Gutes. Also feiert eure Liebe! Schaut euch alte Fotos an! Sprecht über euer Kennenlernen und die erste gemeinsame Zeit! Trinkt ein Glas Wein zusammen! Schwelgt in euren besten Erinnerungen im gemeinsamen Leben! Sagt einander, was ihr an euch toll findet. 

Die meisten dieser Ideen kosten nichts. Und sind dennoch unbezahlbar wichtig.

Wie feiert ihr eure Liebe und habt ihr auch kleine Rituale? Lasst mal hören …. !?!