Hurra! Wir leben (noch)!

Wir leben ja echt am Limit hier mit all den potenziell tödlichen Viren, der ständigen Gefahr eine Ampelschaltung zu übersehen (mit oder ohne Auto) und den unzähligen explosiven Bäumen in unseren Waldstädten. Ich frag mich ja neuerdings, wie die Menschheit es überhaupt bis hier hin geschafft hat, so gefährlich wie uns die moderne Welt aktuell erklärt wird. Ein paar Erklärungen hab ich vielleicht für dich. Wissenschaftlich nicht erwiesen, allerdings.

DUMMHEIT IST NICHT DIREKT TÖDLICH

Im Angesicht aller möglichen (und echten) Katastrophen, die die menschliche Spezies bisher erlebt hat und überlebt hat (zumindest ein Großteil davon), versuche ich mal einen Hoffnungsschimmer zu sehen in der derzeitigen Situation. Nicht weil wir bald die vermeintlich segensreiche Impfung unter die Haut gejagt bekommen können oder ein glorreiches Medikament entwickelt werden wird, oder irgendwann doch noch Ordnung oder Sinn (oder beides) hinter Ampelregelungen abseits der Straße entstehen wird.

Ich hab Hoffnung, weil ich weiß (und wir erleben es grad an vielen Ecken und Enden, ohne hier Namen nennen zu wollen), dass Dummheit nicht direkt tödlich ist. Sonst wären wir vermutlich schon längst ausgestorben. Selbst mit relativ wenig Verstand gelingt es, heutzutage zu überleben – manche schaffen es sogar in staatstragende Positionen, in Regierungsverantwortung und leitende Positionen. Und selbst mit solchen „Leuchten“ an der Spitze gehen wir nicht gleich unter. Also, die Hoffnung lebt. Für mich aber vor allem deshalb, weil ich merke, dass in meinem Umfeld viele Menschen sehr ähnlich denken wie ich, dass für viele die Dinge momentan nicht ganz astrein laufen und die Bereitschaft zum Widerstand leisten nur eine weitere verrückt genuge Verordnung entfernt ist. Wer noch Haus- und Menschenverstand besitzt, wird sich mit denen zusammentun, die davon ebenfalls noch Reserven haben. Und dann geht ein Licht auf am Horizont.

WHAT DOESN’T KILL YOU …

Ich bin ein Kind der Achtziger Jahre. Wir haben nach Tschernobyl im Sand gespielt, hatten Spielzeug voller Weichmacher aus dem bösen, bösen China, wir haben das Essen mit dreckigsten Fingern in den Mund geschoben und aus Gläsern getrunken, wo die halbe Nachbarschaft auch schon dran war, haben das Gras aus dem eigenen Garten in Lianen geraucht (Filter? Was ist das bitte?) und was Desinfektionsmittel sein soll, war uns unbekannt. Ja, viele Dinge waren hygienisch weder einwandfrei noch nachahmenswert und auch mir graust manchmal bei der Erinnerung an das eine oder andere Erlebnis in meiner Kindheit. 

Doch eins weiß ich bestimmt: wir waren robust und abgehärtet und niemand verfiel in Panik, wenn man sich in das Taschentuch der Schwester rein schnäuzte, oder uns die Großeltern mit ihren Stofftaschentüchern (mmmhhh, lecker) die Nase putzten. Uns wurde viel zugemutet, uns wurde viel zugetraut und das machte uns stark. So wie viele Kinder, die auch heute noch halbwegs natürlich aufwachsen dürfen und nicht in sterile Watte gepackt werden. Wir sind zäher als wir glauben und was uns jedenfalls krank macht und schwächt (… das hab ich auch schon öfter hier betont) ist Angst. Und die Angst, krank zu werden. 

Im Übrigen verstehe ich auch die sogenannten Schutzmasken als eine Art Immuntraining, denn eine Hygienemaßnahme ist das schon lang nicht mehr. Ich empfehle dir, 15 Minuten auf einem Supermarkt Parkplatz die Menschen zu beobachten und zuzuschauen, von woher sie ihre Masken heraus wursteln und sich dann vor das Gesicht schnallen. Wenn du dann gesehen hast, dass die meisten sie erstens „falsch“ aufsetzen, unters Kinn schieben, außen überall antatschen und die sowieso schon längst, wenn sie nicht aus einer sterilen Verpackung genommen werden, irgendwie kontaminiert sind (wenn schon nicht mit Corona, dann mit anderen Bakterien oder Viren, die jedenfalls auch im Gesicht und Hals nichts zu suchen haben) und daher keinen Schutz bieten, dann weißt du: sie sind eher ein Immuntraining, als eine Hygienemaßnahme. Ja, man kann niemandem damit beim Reden ins Gesicht spucken. Das ist aber schon der einzige Vorteil und sollte mal mit der Contra Seite verglichen werden, falls mich mal jemand fragt.

WENN’S HART AUF HART KOMMT, MENSCH BLEIBEN

Wir werden dennoch überleben, denn Seuchen hat es schon immer gegeben und wird es auch immer geben, mit oder ohne Gegenmittel in Form von Impfung, Medikament und CO. Oder TROTZ Impfung, Medikament und CO. Ich glaube, dass die Natur schlau genug ist, uns Menschen mit den Herausforderungen mitwachsen zu lassen und wie man schon sieht, mutieren nicht nur Viren sondern auch wir Menschen mit (weniger heftige Infektionen, unerklärliche Immunreaktionen, …). Und nicht nur körperlich glaube ich an das Leben, sondern auch psychologisch und sozial. Ich bin guter Hoffnung, dass wir uns nicht unendlich „in die Irre“ führen lassen und an einem bestimmten Punkt (wann immer der kommen mag) nicht weiter wie Schafe durch den Tag treiben lassen werden. Wir werden uns verbünden und zusammenstehen und vernünftig und friedlich für einen sinnvollen, menschlichen und dennoch rücksichtsvollen Weg zu einer gemeinsamen Zukunft einsetzen. Wir werden unsere Kräfte, unsere Energie und unsere Möglichkeiten bündeln und für Menschlichkeit einsetzen, besonders, wenn es eng wird. 

Das haben wir ja auch am Beginn des Lockdowns erlebt. Mehr aufeinander zugehen, mehr aufeinander schauen und mehr aufeinander aufpassen als es vorher gewohnt war. Wir können es und haben es oft nur verlernt oder verdrängt. Und es gab ja genug Maßnahmen und Empfehlungen, die uns voneinander distanziert haben, also darf’s uns nicht wundern.

Aber: Einer oder eine allein wird eine schwierige Situation nicht komplett ändern können. Wir brauchen uns gegenseitig und echte soziale Kontakte. Zusammen entstehen oft ungeahnte Lösungen, entwickeln wir die besten Ideen und können auf das Potenzial und die Vielfalt zugreifen, die eine einzelne Person einfach nicht in dem Ausmaß bieten kann. Also lasst uns zusammen stehen, uns absprechen und aufbegehren, sollte es nötig sein.

WO WIEN WEIT WEG WAR

Wir haben die letzten Tage des Sommers ja in den Osttiroler Bergen verbracht, umgeben von Natur, Wald und hunderttausende Jahre alten Gipfeln und Felsbrocken, die schon Zeit und Ewigkeit dort „erlebt“ haben.

Die Berge haben auf mich folgende Wirkung: sie rücken meine Themen und Herausforderungen, die Probleme der Zeit und Menschheit ins rechte Licht. Die Gelassenheit, Sicherheit und Ruhe, die solch imposante Erhebungen ausstrahlen, wirken angenehm in Zeiten wie diesen. Ich höre sie förmlich kichern angesichts dessen, wovor wir uns gerade „fürchten“ (sollen), denn sie haben schon alles gesehen. Eiszeiten, Dinosaurier, Kriege, Seuchen, Naturkatastrophen, Not und immer wieder den Menschen, der glaubt, die Natur (dazu gehören auch Viren) beherrschen zu können.

Wie klein und unbedeutend wir sind, kann ich dort gut spüren. Und dass (die Waldstadt) Wien mit allen Verordnungen dort ganz weit weg ist. Die weidenden Kühe lassen Ampeln jeglicher Art kalt. Einsame Berghütten bewirten wie früher in aller Ruhe, bodenständig, unaufgeregt und herzlich. Man muss ja nicht alles an sich heranlassen. Recht so. Denn die echte Gefahr für die Menschheit geht von wo anders aus: von uns selbst. 

Wie wir glauben, uns auf diesem Planeten benehmen zu können. 

Wie wir mit Mutter Natur umgehen. 

Wie wir mit Ressourcen umgehen. 

Wie wir miteinander umgehen. 

Wenn es der Natur zuviel ist, wird sie sich von uns Menschen befreien. Und bis dieser Fall eintritt, werden wir leben.

Und es wär gut, wenn wir uns dabei nicht zu sehr aus der Ruhe bringen lassen.

Von Verordnungen.

Von Präsidenten.

Von Ampeln.

Von Infektionszahlen.

Oder explodierenden Bäumen.

Also freu ich mich mal des Lebens. Und du so?!

Kommentar schreibenKommentare: 6

  • #1Petra (Donnerstag, 17 September 2020 15:29)MEGA Artikel!!!! Du sprichst mir zu 100 % aus dem Herzen!!!
  • #2Kerstin L. (Donnerstag, 17 September 2020 19:08)Das hast du wieder toll geschrieben! Bin ganz bei dir! Liebe Grüße!
  • #3Bettina (Donnerstag, 17 September 2020 21:16)Eine tolle Meinung in einen genialen Text verpackt. Danke dafür. Ich sehe es genauso und ich hoffe viele andere auch ✨
  • #4Thomas (Freitag, 18 September 2020 06:11)Respekt, toller Inhalt, spannend und klug geschrieben. Gute Situationsdarstellung, Bravo, wir brauchen Menschen, die Ihre Meinung sagen!
  • #5Kerstin Bamminger (Donnerstag, 24 September 2020 08:24)Vielen Dank, ihr Lieben! Es freut mich, wenn ich hier für Gleichgesinnte schreibe ;-)!
  • #6Sigrid (Montag, 28 September 2020 16:51)Und wieder ein toller Artikel, der mich einerseits zum Lachen bringt und auch zum Nachdenken anregt!!
    LG Sigrid
  • #7
Vergleichen ist menschlich – 3 Tipps, wie es gehen kann

Vergleichen ist menschlich – 3 Tipps, wie es gehen kann

Es scheint ein zutiefst menschliches Verhalten zu sein: wir vergleichen gern. Wir vergleichen uns, das, was wir haben und das, was wir tun. Scheinbar ständig und, was das Ganze erst richtig fatal macht: immer gekoppelt mit einer Bewertung.

Warum wir so stark zum Vergleichen neigen, was das Vernichtende an diesem Verhalten ist und wie wir – zum Beispiel besonders in familiären Beziehungen – andere Wege gehen können, darum geht’s heute im Blogbeitrag.

VOM ERSTEN HERZSCHLAG AN

Wir Menschen lieben es, zu vergleichen. Nicht erst seit Geizhals, Durchblicker, Checkfelix und anderen Vergleichsportalen bekommen wir das Gefühl, das fast schon tun zu „müssen“, weil wir ja nicht schlechter aussteigen, mehr bezahlen oder weniger bekommen möchten. Es zahlt sich auch aus, Sachen zu vergleichen, doch wenn es um Menschen geht, wird dieses Verhalten sehr schnell destruktiv. Und im Grunde beginnt das Drama schon, bevor wir das Licht der Welt erblicken. Schon im Mutterleib werden wir vermessen, bewertet, geschätzt und eingeordnet. In Tabellen, Raster, Bewertungen, Kurven.

Und wir setzten dieses Verhalten gewohnter Weise gern in unserem Leben fort, weil wir es schon von frühester Kindheit an in vielen Bereichen so erleben und das als Normalität annehmen.

WIR KÖNNEN ES NICHT LASSEN

Warum hören wir nicht auf damit, wenn uns doch an jeder Ecke erklärt wird, dass das der eigenen psychischen Gesundheit nicht dienlich ist, wir uns selbst damit schnell erniedrigen und uns dadurch sehr oft schlecht fühlen? 

Ich glaube, dass wir in unseren Versuchen, Dinge zu vergleichen, die eigentlich nicht vergleichbar sind, dennoch einer Sehnsucht folgen. Menschen versuchen, ihren Platz im Leben zu findenSicherheit zu empfinden und Orientierung zu haben. Wir wollen nicht nur Dinge einordnen können, sondern irgendwie auch uns selbst. Bis zu einem gewissen Grad funktioniert das auch und deshalb können wir es nicht lassen – so sehr wir uns auch bemühen.

Also finde ich, es zahlt sich aus, zu überlegen, wie man vergleicht, ohne sich dabei selbst und andere – besonders die eigenen Kinder (Geschwister) – unglücklich zu machen. Ein einfaches: tu’s nicht scheint nämlich nicht zu funktionieren.

AUFWÄRTS UND ABWÄRTS

Wenn wir Dinge, Leistungen, Eigenschaften, Zahlen prüfend nebeneinander halten, kommt es immer darauf an, womit wir diese Sachen in Beziehung bringen, sprich: welchen Bezugspunkt wir verwenden. Und vor allem, wie wir diese bewerten.

Beim Vergleichen mit von uns schlechter, unangenehmer oder minderwertiger betrachteten Objekten oder Subjekten fühlen wir uns wunderbar. Unser Gehirn schüttet als Belohnung Domamin in rauen Mengen aus, weil wir uns so herrlich fühlen, wenn wir den Berg schneller erklimmen, eine bessere Schulnote erzielen oder das Kind die ersten Schritte früher macht als das Nachbarskind. Das sogenannte Abwärtsvergleichen macht tatsächlich glücklich und gibt uns ein angenehmes Gefühl, weil wir uns selbst in dieser Situation aufwerten.

Umgekehrt geht es beim Aufwärtsvergleichen in die entgegengesetzte Richtung. Wir finden andere Menschen besser, schöner, erfolgreicher, sportlicher, musikalischer, beneiden sie um ihre Autos, Häuser, Urlaube und Kinder und finden generell das Gras woanders grüner als im eigenen Garten. (Beim Stichwort Rasen liebe Grüße an meinen Göttergatten, der ja auch hier mitliest).

Du kennst bestimmt aus eigener Erfahrung, dass die Vergleiche mit diesen Menschen und Dingen mit zuverlässiger Sicherheit in ein Stimmungstief führen, weil wir uns selbst dabei klein machen, schwächen und abwerten. Und das haben wir uns nicht verdient.

VERGLEICHEN OHNE BEWERTEN

Es ist also illusorisch, sich vorzunehmen, nicht mehr zu vergleichen. Wir tun es ganz einfach. Also lass uns darüber nachdenken, WIE wir es tun. 
Solange es uns nämlich gelingt, über das Vergleichen etwas dankbarer zu werdenachtsam zu sein und wertschätzend gegenüber dem, was wir im Leben haben, hat ja niemand was einzuwenden. Es geht also darum, die Bewertung außen vor zu lassen. Fest zu legen, was gut oder schlecht ist und starr einzuordnen ohne jegliche Individualität zu berücksichtigen.

TIPP #1

Installiere eine inneres Vergleichs-Warnsystem – zum Beispiel so, wie bald mit der Corona-Ampel (erinnere dich gern jedes Mal an diesen Absatz beim Wort „Corona Ampel“). Wenn du dich selbst dabei beobachtest, wertfrei zu leben ist alles auf grün. Wenn du vergleichst ohne zu bewerten, ist die Ampel gelb (noch nichts ist passiert), doch wenn du beginnst, dich selbst oder deine Lieben abzuwerten und zu erniedrigen, leuchtet das Licht orange oder rot (hochakut!). Es ist immer noch nicht sofort tödlich, doch Vorsicht ist geboten. Und der erste und wichtigste Schritt ist getan: 
Ich habe wahrgenommen, dass ich beim Vergleichen in die BEWERTUNG gehe.

TIPP #2

Positiv nützen: wenn ich merke, dass ich durch das Vergleichen unzufrieden und unglücklich werde, habe ich zwei Möglichkeiten, zu reagieren. (Bsp: „Meine Freundin ist viel sportlicher als ich!“) Entweder ich nützte die Erkenntnis um mich selbst zu entwickeln und zu wachsen, mich selbst anzuspornen („Ich möchte auch sportlicher sein, deshalb werde ich jetzt regelmäßig laufen gehen“) oder ich nehme die Gelegenheit, mich selbst anzunehmen, wie ich bin und einem etwaigen Optimierungsdrang bewusst zu widerstehen UND kann dennoch das andere gut finden („Ich finde mich auch so okay, ich bin gut und richtig, so wie ich bin und es gefällt mir so eine sportliche Freundin zu haben“).
 So bleibe ich bei mir selbst und nehme mich trotzdem in meinem Umfeld wahr.

TIPP #3

Betrachte jeden Vergleich als eine Einladung… 

… eine Einladung, deine eigenen Werte zu überdenken.
… eine Einladung, dankbar zu sein für deine Einzigartigkeit.
… eine Einladung, kritisch zu hinterfragen, welche Tabellen, Werte und Zahlen als „Einordnungssysteme“ eher hilfreich oder hinderlich sind.
… eine Einladung, altbekannte Denkmuster zu verlassen und neue zu etablieren.
… eine Einladung, mutig deine Individualität zu leben und 
… eine Einladung, die Individualität des anderen anzuerkennen.
… eine Einladung, emphatisch mit deinen Mitmenschen zu sein, wenn es ihnen anders geht als dir.
… eine Einladung, deinen Wert zu erkennen ohne ihn zwingend einordnen zu müssen.
… eine Einladung, gelassen zu bleiben – weil es fast immer irgendwo noch mehr oder noch weniger von was auch immer gibt.

VERGLEICHEN IST MENSCHLICH

Warum es so ist, dass wir unsere eigene Lage oft erst wieder schätzen können, wenn jemand im sozialen Umfeld ein Unglück oder einen Schicksalsschlag erlebt, darüber hab ich schon oft ausgiebig mit lieben Menschen philosophiert. 

Der Unfall des Nachbarjungen macht uns betroffen und wir sind froh, intakte Beine zu haben.
Die Krankheit der Arbeitskollegin macht uns dankbar für die eigene Gesundheit.
Das Unglück einer Bekannten macht uns demütig und wir können anhand dieser Geschichten unser eigene Situation wieder vollends schätzen und glücklich sein darüber.

Auch wenn gerade ein Karton Eier am Boden gelandet ist, das Kind mit einem Bomben-5er aus der Schule heimkehrt und der Flugurlaub für heuer storniert werden musste.

Vergleichen ist menschlich. Solange wir soziale Wesen sind, werden wir diesem Verhalten unterliegen. Wenn wir es nicht mehr tun, sind wir tot. Wovon wir uns aber mehr und mehr befreien können, ist das krankhafte Bewerten, das gegenseitige Schlechmachen, das Erniedrigen und Herabwürdigen von anderen Leistungen, Sichtweisen, Errungenschaften, Talenten, Gesinnungen oder Vorlieben. Egal welchen Lebensbereich das betrifft.

Wir dürfen sehen:

Ich bin so.
Andere sind anders.
Das ist gut und wichtig.
Das ist gut und richtig.
Verschiedenartigkeit macht unsere Welt bunt.
Eine bunte Welt macht mehr Spaß als eine in schwarz und weiß.
Ich darf mich vergleichen.
Ich mache das wertfrei.
So geht’s mir gut.
So geht’s meinem Umfeld gut.

(Falls dich das an eine Werbekampagne der Regierung erinnert, bitte ich um Entschuldigung.)
Wo ertappst du dich am ehesten beim bewertenden Vergleichen? 

Wobei hat dich schon einmal das Vergleichen mit anderen unglücklich gemacht? 
Und hast du noch einen Tipp, der dir das Vergleichen ohne bewerten erleichtert?

Ich bin gespannt, was du mir in die Kommentare schreibst …